chanson

Meine große Liebe gilt dem Chanson. Nach ersten Begegnungen mit diesem Genre in meinem Gesangsstudium durfte ich gleich als erste Rolle in meinem ersten Festengagement die Rolle der Lola Blau in "Heute Abend: Lola Blau" singen, einem Soloabend mit Chansons von Georg Kreisler. Auch danach sang ich regelmäßig Chansons in Inszenierungen des Hoftheaters Bergkirchen bis ich 2011 meinen ersten Solo-Chansonabend "Ich bin die Rinnsteinprinzessin... und vieles mehr!"  erfolgreich auf die Bühne brachte. Seit 2016 gibt es eine Fortsetzung mit dem Programm "Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will". Gerne singe ich zusammen mit meinem Pianisten Boris Stannek auch für Sie das Programm oder Teile daraus. Kontaktieren Sie mich gerne.

Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will

 

Janet Bens singt über Frauen mit all ihren Facetten: ob himmelhoch jauchzend, brüllend komisch, melancholisch, verlogen, verletzlich oder sexy – Biest, Grand Dame, Lolita oder Rinnsteinprinzessin. Begleitet wird sie dabei von ihrem Pianisten Boris Stannek, mit dem sie vor einigen Jahren in der Dachauer Kultur-Schranne mit dem Chansonabend „Ich bin die Rinnsteinprinzessin“ einen Erfolg feierte. Zu hören sind Chansons von Kurt Weill, Friedrich Hollaender und Rainer Bielfeldt. Dazu gesellen sich Melodien, die Claire Waldoff und Edith Piaf unsterblich gemacht haben, sowie Songs aus Musical, Pop und Operette. Abgerundet wird das bunte Karussell purer Weiblichkeit durch Gedichte von Mascha Kaléko, Erich Kästner und Bertolt Brecht. Ein Abend nicht nur für Frauen! 

 

 

Süddeutsche Zeitung, 23.10.2016

 

"Die neue Janet Bens

...Schwarzes, schulterfreies Outfit, rote Lippen, kurze Haare, kein Schmuck bis auf eine riesige schwarze Stoffrose: Da steht tatsächlich eine Frau, die weiß, was sie will, auf der Bühne. Souverän zitiert sie Bert Brechts wunderbar ironische "Gedanken eines Revuemädchens während des Entkleidungsaktes" oder das bedrückende "Selbstgespräch einer Schauspielerin beim Schminken". Janet Bens macht sich mit Erich Kästner über "Sogenannte "Klassefrauen" lustig und führt ganz im Sinne von Mascha Kaléko ein "Interview mit mir selbst". Sie singt von der Liebe, berlinert mit Lust und bekennt "Ich bin verrückt nach jedem neuen Pianisten", weil sie denselben gefühlvoll um die Ecke zu bringen gedenkt...

 

Unzählige Diseusen sind "Surabaya-Johnny" und "Seeräuber-Jenny" von Kurt Weill/Bertold Brecht verfallen. Janet Bens auch. Immer wieder tauchen die beiden Songs von der hoffnungslosen Liebe und der kalten Rache in ihren Programmen auf. Doch so wie am Freitagabend waren sie von ihr bisher nicht zu hören: Das war große Oper - und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass sich die Sängerin gewissermaßen neu erfunden hat. Sie lotet mit enormem Feingefühl jeden Ton, jedes Wort aus. "Sie ist ein herrliches Weib", singt sie - und ist in diesem Moment Lola Blau, die tragische Protagonistin in Georg Kreislers bitterbösem Musical von Flucht und Heimkehr ohne Happy End. Und dann wird aus der Diva auf der Bühne das dicke hässliche Entlein Marie. "Du bist schön, auch wenn du weinst" singt Marie tröstend in Volker Ludwigs Musical "Linie 1". Janet Bens verwandelt sich bald darauf in Edith Piaf, die sie im Hoftheater Bergkirchen demnächst zum hundertsten Mal singen und spielen wird. Aus dem gleichnamigen Musical stammt auch der passende Schlusssong dieses lebensprallen Chanson-Abends: "Non je ne regrette rien - Nein ich bereue nichts"..."

 

 

 

 Münchner Merkur, 23.10.2016

 

"Durchgeknallt, kokett, sehnsuchtsvoll

...Als „eine Frau, die weiß was sie will“ nach der gleichnamigen Operette von Oscar Straus aus dem Jahre 1932 bezauberte die Sängerin Janet Bens bereits mit dem Betreten der Bühne ihr Publikum in der ausverkauften Veranstaltung... Wenn Erich Kästner behauptet, „zehn Frauen möchte ich sein und immer noch wär’s nicht genug“, signalisiert er, dass weibliche Wesen nicht leicht zu erfassen sind. Und Janet Bens – seit zehn Jahren der weibliche Star des Hoftheaters Bergkirchen – verleiht mit Stimme, Ausstrahlung und einem Schuss Ironie den unterschiedlichen Damen in den Chansons von Kurt Weill, Georg Kreisler, Friedrich Hollaender und Peter Kreuder die Konturen. Sie ist von Beruf Dame, ,,ein herrliches Weib“ und „Gelegenheitsbraut“, durchgeknallt, kokett und voller Sehnsucht nach dem Richtigen. „Verrückt“ ist die Sängerin auf alle Fälle „nach jedem Pianisten“, wie sie in dem Chanson von Rainer Bielfeldt verkündet. Boris Stannek spielt mit und ist auf der Hut. 

 

Berlin darf bei der Sängerin, die dort aufwuchs, natürlich nicht fehlen. Sie trifft mit dem richtigen Ton mitten ins Herz des Großstadtmilieus. Dazu gehören „Lieber Leierkastenmann“ von Willi Kollo und die entsetzte Gattin, die nicht an sich herumschneiden lassen will – genauso wie einst Claire-Waldoff in dem Lied „Ick lasse keen’n Doktor ran an meine Brust wegen Emil seine unanständ’ge Lust“... Die Zuschauer waren hingerissen und wollten mehr hören..."


Ich bin die Rinnsteinprinzessin... und vieles mehr!

 

 

Münchner Merkur

 

„...Aus dem grellrot geschminkten Mund dringen die Worte: sentimental, melancholisch, manchmal bitter und ein bisschen verrucht, aber auch kess, frivol und übermütig. Klar artikuliert und mit herrlicher Mimik verbrämt singt sie mit ausdrucksstarker Stimme - von Frauen für Frauen... Janet Bens versteht sich auf Gefühlsexplosionen und kecke Wortspielerei ebenso wie auf die ganz leisen Töne, die betroffen machen... Fast zwei Stunden lang singt, trällert, klagt, keift, lamentiert sie ganz ohne Blatt Texte in deutscher, englischer und französischer Sprache... Jedes Chanson wird zum Szenenspiel. Janet Bens entführt in den billigen Schuppenpalast der Rinnsteinprinzessin, ins Traumland Youkali, auf den gnadenlosen Liebesmarkt, in die Welt des Zirkus, der griechischen Antike und ins Russland der Oligarchen und stürzt ihre Hörer in einen Strudel der Gefühle, dem keiner entkommen kann... Dieser Abend geht unter die Haut und wird schwer zu toppen sein...“

 

 

 Süddeutsche Zeitung

 

„...Ein feuerrotes Satinkleid, das die Blicke auf sich zieht. Die langen braunen Haare hochgesteckt. Kaum geschminkt – und schon gar keine knallig la-ckierten Fingernägel. Der schlanke Körper hochkonzentriert bis in die Fingerspitzen. Und dann die ersten Töne von Jazzpianist Boris Stannek. ,Ich bin die Rinnsteinprinzessin‘, singt Janet Bens als Auftakt zu ihrem ersten Solo-Chansonabend in der ausverkauften Kultur- schranne. Und ist mit jeder Faser diese dem Leben ein wenig Freude abtrotzende Frau.Sie ist aber auch die gurrende Circe oder der Möchtegern-Vamp, der ,verrückt nach jedem Pianisten‘ ist. Sie ist wandlungsfähig und lässt sich ganz auf das ein, was sie tut. Mag sein, dass gerade das die starke Bühnenpräsenz von Janet Bens ausmacht. Sie beherrscht die große Geste ebenso wie das stille, leise sich Zurücknehmen. Sie kann sich ganz zum Instrument ihrer Musik machen. Sie hat ein riesiges komödiantisches Talent – und kann mit leidenschaftlichem Ernst gebrochenen Seelen eine Stimme geben... Janet Bens hat die Poesie in der Stimme“